loslassen
Am Dienstag hatte ich ein gutes Gespräch mit Gott. Ich war ziemlich fertig und trotzdem dankbar, dass er mir Freunde zur Seite stellt, die da mit mir durchgehen, eine Gemeinde, einen Hauskreis und insgesamt einfach einen Platz wo ich sein darf..... Gottes Antwort war: "Was, wenn ich Dir das wegnehmen würde?" - "daddy, bitte nicht!!! Du weißt, dass ich dies alles grad brauch. Besonders meine Freunde..."
Im Laufe des restlichen Tages wurde mir aber bewusst, dass ich mich sehr davon abhängig mache, dass meine Freunde in der Nähe und für mich da sind. Dass alles so bleibt wie es ist...
Sie sind meine Stützen, meine Berater, meine Plätze, wo ich ausruhen und - wenn ich's zulass - schwach sein darf... Das Problem ist nur, es sind Menschen(!) - sie sind nicht perfekt - und das ist auch gut so. Und sie haben auch eigene Leben, die im Laufe dieses Jahres, sie alle von mir entfernen ( räumlich) werden.
Kurz, nicht gut sich so abhängig von ihnen zu machen! Aber:
Loslassen fällt mir schwer!
Ich hab Angst allein zu sein, vergessen zu werden, dass wir uns aus den Augen verlieren oder dass wir uns nach der Trennung wieder sehen und uns nichtsmehr zu sagen haben.
Und doch liegt im Loslassen eine so große Chance zur Veränderung.
Was würde geschehen, wenn wir ewig so bleiben, wie wir jetzt sind?
Wie schafft ihr es loszulassen?

1 Comments:
Loslassen musste ich schon oft und ich werde es auch noch oft... Aber ein Rezept für's loslassen habe ich nicht. Jedes Mal tut es mir weh, weil's mir manchmal auch das Herz zerreisst. Aber ich weiß, wie wichitg es ist. Von manchen Sachen kann ich mich recht einfach lösen... Von anderen gar nicht. Und gerade wenn es gute Freunde sind oder eine Beziehung oder was auch immmer... Gott lehrt mich das (fast) jeden Tag neu, von ihm zu leben; von der hand in den Mund... Es ist manchmal schmerzvoll, aber immer gesegnet, wenn man auf ihn hört...
Beispiel:
Ich wollte eigentlich heute nach Bad Brückenau. Dort ein paar Freaks treffen, die ich jetzt schon länger nicht gesehen habe, Bewerbung wegbringen und so weiter. Von dem gedanken musste ich mich nun auch verabschieden, weil ich das Auto nicht bekommen habe. Ein schlechtes Bauchgefühl war der Grund. Und ich habe das Gefühl, da hat Gott die Chance genutzt eine Tür zu zu machen. Also hör ich auf ihn, obwohl ich viel vor habe und noch woanders fragen könnte / organisieren könnte...Für mich war das die Antwort: bleib in München. Vielleicht finde ich später heraus, warum. Es fällt mir schwer...
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